Freitag, Dezember 22, 2006

bye bye beijing

3 hours left till take-off.

I will really miss Beijing!

Freitag, Dezember 08, 2006

reise ins ungewisse

Nachdem ich heute mein letztes Exam hinter mich gebracht habe, geht es morgen früh auf Reisen. Wohin, das weiß ich auch noch nicht so genau. Ich hab ein one-way-Ticket nach Hong Kong gebucht, mal schauen wo es mich danach noch in Chinas Süden hinzieht...

Sonntag, Dezember 03, 2006

advent, advent...

Heute am 1. Advent natürlich erstmal liebe Adventsgrüße an alle in der Heimat! Ein bisschen Weihnachtsstimmung kommt sogar in Peking auf. Vereinzelt werden schon Weinachtsbäume aufgestellt und die Verkäuferinnen im Supermarkt tragen Nikolausmützen. Sieht echt sehr lustig aus, ich versuche Fotos nachzuliefern.
Gestern waren wir in der deutsche Botschaft beim Weihnachtsmarkt (siehe Fotos). Es gab Glühwein, Spanferkel und jede Menge Deutsche, was mir umgehend einen Kulturschock bereitet hat. Keine Ahnung wie das werden soll, wenn ich wieder nach Hause komme...

Mittwoch, November 22, 2006

lebenszeichen

Ich hab ja schon Ewigkeiten nichts mehr gepostet. Bevor der Blog verstaubt, hier ein kurzes wrap-up der letzten Woche:
Es fing eigentlich ganz normal damit an, dass Matze und ich am Sonntag mittag zum all-you-can-eat Japaner gegangen sind. Der Haken an der Sache war lediglich unsere Einladung zum Essen bei einer chinesischen Professorin. Wir kamen um 15 Uhr nach 3-stündigem Lunch wohlgenährt nach hause und mussten um 18 Uhr weiter, um ein 4-stündiges chinesisches Dinner vorzufinden. Sieben Stunden essen an einem Tag - neuer Rekord und guter Start in die Woche, die mal wieder Deadlines für Assignments für mich bereithielt, die ich mal wieder viel zu spät begonnen hatte, so dass meine Hauptarbeitszeit in den Nachtstunden war.
Es folgten zwei Chaos-Tage und die Erkenntnis, dass man betrunken um sechs Uhr nicht mehr skypen sollte (sorry nochmal :-) ). Den Ausklang der Woche bildete dann wie so oft ein 3-tägiger Partymarathon, der es in sich hatte.
Drei meiner Kurse haben mittlerweile aufgehört, was mir auch mehr Zeit gibt mich mit der chinesischen Sprache zu befassen. Seit knapp zwei Wochen lerne ich auch schon sehr fleißig, was mich mittlerweile dazu befähigt auf der Speisekarte Hühnchen- von Rindfleisch zu unterscheiden und dem Taxifahrer zu sagen, ob er links, rechts oder geradeaus fahren soll.

Samstag, November 11, 2006

上海

Jetzt endlich auch der Kommentar zum Shanghai-Wochenende. Es war echt super cool. Ich glaube, ich habe meine Stadt hier in China gefunden. Jedenfalls hat meine China-Begeisterung nochmal neuen Auftrieb bekommen.
Im Vergleich zu Peking fehlt die strenge Kühle des kommunistischen Machtzentrums. Alles ist auch ein bisschen westlicher, mit Vierteln im Kolonialstil und der schicken Skyline von Pudong. Trotzdem pulsiert das urbane Leben und es gibt auch traditionell chinesische Viertel. Einfach herrlich!
Ich muss zugeben, wir haben Shanghai vor allem nachts erlebt ;-) aber ich kann Euch versichern, das Nachtleben hat auch einiges zu bieten...
Letzte Woche hatte neben Paper-Schreiben auch noch 2 Highlights zu bieten. Ich habe dem EU-Handelskommissar Peter Mandelson die Hand geschüttelt (Wahnsinn!) und meine liebe Nachbarin Edyta hatte Geburtstag (Herzlichen Glückwunsch nochmal an dieser Stelle!)

Fotos gibt es hier:

Donnerstag, November 02, 2006

halbzeitanalyse

In China noch nicht viel rumgekommen, dafür im Pekinger Nachtleben. Kulturunterschiede. Chinesen lieben und hassen gelernt. Uni-Alltag. Nachts vor Powerpoint abhängen, dabei verrückt werden. Sightseeing. Sightseeing. Sightseeing. Essensexperimente. Von den Folgen (bisher) verschont geblieben. Overkill. Gefeiert. Freunde gefunden. Kulturschock. Rosa Brille. Ernüchterung. Begeisterung. Auslandssemester ist: Leben im permanenten Ausnahmezustand. Mikrokosmos. Hohe Taktfrequenz. Wenig Schlaf. Schlaf ist sowieso überbewertet. Ineffizienzen. Paläste gesehen, die alle gleich aussehen. Heile Welt, aber nur auf CCTV9. Propaganda. Kommunismus? Tagelang von Sushi ernähren. Neben sich stehen. Die Welt erklären. Daran scheitern.

shanghai weekend

Man muss ja auch mal über Tellerrand hinausschauen, und über den Stadtrand sowieso. Deshalb mache ich mich morgen auf nach Shanghai. Ich bin schon gespannt!

Kurzes Update zum vorherigen Artikel: Heute morgen hatte ich einen kleinen Hoffnungsschimmer, nachdem ich kurz auf zwei blogspot-Seiten war. Mittlerweile geht aber wieder nichts mehr. Gerade musste ich dann auch noch feststellen, dass ich keine Fotos mehr auf den Blog hochladen kann. Grrr. Werde aber die Shanghai Bilder auf jeden Fall irgendwie online stellen...

Samstag, Oktober 28, 2006

blind blogger

Neues von der Zensur-Front: Während blogger.com noch einwandfrei funktioniert, ist anscheinend jetzt die gesamte blogspot-Domain gesperrt. Ich kann also noch posten, darf mein Blog aber offiziell nicht mehr lesen...

Donnerstag, Oktober 26, 2006

meine woche bisher

0 mal weggewesen
1 Exam
2 Assignments
3 Stunden Schlaf pro Nacht

Sonntag, Oktober 22, 2006

zurück im klassenzimmer

Es ist schon Sonntagabend und ich habe dieses Wochenende noch nichts gebloggt, was ja echt nicht geht. Womit ich eigentlich schon beim Thema bin. Der Uni-Alltag nimmt einen immer größeren Teil meiner Zeit ein. Es grenzt schon fast an so etwas wie ernsthaftes Studieren. Ich bin schon soweit, dass ich mir abends vornehme weniger zu trinken (was meist nicht gelingt) um morgens früh aufzustehen (was eigentlich nie gelingt), und sonntagabends liegt mein Investments-Buch aufgeschlagen vor mir, wenn ich eigentlich bloggen sollte.
Die Kurse in der Uni sind jedenfalls eine interessante Abwechslung zu dem was man aus Köln kennt: kleine Kurse statt Massenvorlesung, Gruppenarbeit statt einsames Auswendiglernen, Cases statt Theorie. Alles erinnert ein bisschen an Schule. Wir müssen Hausaufgaben abgeben, werden vom Professor unerwartet drangenommen, es gibt Klassenclowns, 5-Minuten-Pausen und 30-jährige MBA-Studenten fallen auch mal beim Kippeln vom Stuhl...


Campus und Classroom


Mensa

Donnerstag, Oktober 19, 2006

beijing impressions











[click to enlarge...]

Samstag, Oktober 14, 2006

informationsfluss

Diese Woche gab es eine sehr begrüßenswerte Änderung in den chinesischen Bestimmungen zur Internetzensur. Wikipedia ist wieder normal verfügbar, was auch die Bearbeitung der Assignments erleichtern dürfte.

Donnerstag, Oktober 12, 2006

reality check und 303-dollar-placebo

Die Realität holt einen oft schneller ein als erwartet. Aber es konnte auch nicht immer so weitergehen. Andererseits, wieso eigentlich nicht. Bisher war das Auslandssemester wie eine angenehme Mischung aus ZEIT-Kultur-Leserreise und Klassenfahrt zum Ballermann. Es kam mir vor als würde die Sonne ständig scheinen, alle waren gut gelaunt, Schlaf erschien mehr als überflüssig, und die paar Vorlesungen konnten den Urlaubsalltag auch nicht ernsthaft gefährden.
Die harte Landung auf dem Boden der Tatsachen kam am Samstag. Es fing schon mit dem Wetter an. Aus den bisschen-zu-warmen-27°C wurden plötzlich hilfe-wo-ist-mein-Pulli-Temperaturen, und es hat geregnet (sehr seltene Sache in Peking). Außerdem hatten sich jede Menge unbearbeitete Assignments auf meinem Schreibtisch angesammelt während ich in den Wochen zuvor die Hälfte meiner Zeit in Nachtclubs und die andere Hälfte verkatert im Bett verbracht hatte. Im Kulturschock-Zyklus war ich sowieso schon in der Überdrussphase angelangt und zu allem kam noch hinzu, dass ich krank wurde. Kopfschmerzen, Schwindel, Fieber.
Am Dienstag entschied ich mich, die Selbstmedikation mit den homöopathischen Mitteln, die mir meine Mutter für die Reise eingepackt hat, aufzugeben und zum Arzt zu gehen. Da ich nicht mit traditionellen chinesischen Kräutermischern oder buddhistischen Gesundbetern herumexperimentieren wollte, fuhr ich ins International Medical Center. Dort bescheinigte mir Dr. Sun beste Gesundheit, Blutwerte perfekt, Leberwerte zu meinem Erstaunen auch im grünen Bereich. Wahrscheinlich müsse ich mich noch an die Umweltbedingungen gewöhnen. Am Empfang musste ich noch 303 Dollar bezahlen, aber es hat gewirkt. Als ich durch die Tür ging, fühlte ich mich schlagartig besser. The show can go on!

Sonntag, Oktober 08, 2006

wochenrückblick

Wegen des chinesischen Nationalfeiertags (1. Oktober) und der dadurch freien Tage (Vorlesungen wurden wohlgemerkt aufs Wochenende verlegt) war letzte Woche Zeit für ein paar Ausflüge.

Tiananmen am Nationalfeiertag
Es waren auch sehr viele Chinesen unterwegs - oder: warum man China nicht in der ersten Oktoberwoche bereisen sollte...



Freizeitpark
Hab leider keine Fotos davon, obwohl ich eigentlich unseren Mut hätte dokumentieren müssen. Die Achterbahnen sahen so aus, als wären sie vor 10 Jahren in Deutschland vom TÜV ausgemustert worden. Man brauchte schon SEHR viel Vertrauen in die chinesischen Wartungsarbeiten.

Ming-Gräber



Große Mauer
Mao hat anscheinend mal gesagt, dass man nur ein Mann ist, wenn man auf der Mauer gelaufen ist. I'm glad that's off my list now. Vielleicht wollte der alte Mao auch nur die Tourismusindustrie ein wenig ankurbeln...




Art Beijing
Ich war am Donnerstag bei der Eröffnung der großen Ausstellung für Moderne Kunst und überrascht, wie modern und weltoffen sich die chinesische Kunstszene gibt.


Freitag, Oktober 06, 2006

wieder weltverbunden

Nachdem ich tagelang von der restlichen Welt, von jeglicher globaler Kommunikation und von unzensierten westlichen Informationsquellen sowieso abgeschnitten war, funktioniert endlich mein Internet wieder! Was war passiert? Am Sonntag war irgendwie mein Pechtag. Nachdem ich vom völlig überfüllten (wg. Nationalfeiertag) Tiananmen zurückgekehrt war, musste ich feststellen, dass mein Fahrrad geklaut wurde. Zu Hause wartete dann der Super-GAU, das Internet wurde uns abgeschaltet, weil wir wohl für den Oktober nicht bezahlt hatten. Die Situation wurde dadurch verkompliziert, dass unsere Vermieterin verreist war und ich auf chinesisch nicht wirklich verständlich den Leuten mein Problem schildern konnte. Als bekennender Web 2.0-Junkie bekam ich natürlich sofort sämtliche Symptome von Entzugserscheinungen. Ich musste so archaische Dinge tun wie... ein Buch lesen. Ich habe dann nostalgisch an alte Zeiten zurückgedacht, als noch nicht jeder DSL hatte, als man sich mit den Mitbewohnern noch nicht über Skype unterhalten hat, als man seine Zeit noch sinnvoller zu verschwenden wusste als bei youtube oder studivz ...

Donnerstag, September 28, 2006

haarige angelegenheiten

Das Unvermeidliche ließ sich nicht länger rausschieben. Ich musste mir die Haare schneiden lassen. Nachdem ich im Vorfeld ein paar Sorgen hatte, wie ich dem Friseur verständlich machen kann, was er machen soll (immerhin steht ja das Aussehen auf dem Spiel), war es eigentlich halb so wild. Ich hab ihn einfach mal machen lassen und das Ergebnis ist auch eigentlich ganz in Ordnung. Ich kann so aus dem Haus gehen. Übrigens scheint es ein globales Phänomen zu sein, dass Friseure einen leicht femininen Touch haben...


Mittwoch, September 27, 2006

wg lied

was uns in Partystimmung bringt...

Sonntag, September 24, 2006

mein block




Auf vielfachen Wunsch jetzt endlich Bilder von unserem Appartmentkomplex bei Tageslicht, eigentlich eines der schicksten Häuser hier in der Gegend.

Was sonst diese Woche passiert ist:
Die Uni hat angefangen. Nette Leute kennen gelernt. Matzes zweite Lebensmittelvergiftung. Business Lunch mit dem Lufthansa CEO. Mittwoch Propaganda (cheapest nightclub). Freitag International Students Party. Samstag VICS (hottest nightclub). Heute todmüde.

Donnerstag, September 21, 2006

beijing nights

why I didn't blog in a while...


Donnerstag, September 14, 2006

beijing days

Rohkost



Verhungern muss man in Peking wirklich nicht. Das kulinarische Angebot reicht von Garküchen an den Straßenecken der Hutongs (Hepatitis-Impfung wohl empfehlenswert) bis zu wirklich guten Restaurants. Lecker ist es meistens. Bisher am besten war das Mittagsbuffet bei Matsuko. Für 6,80 EUR (inkl. Getränke) gibt es eine abgefahrene Auswahl an Sushi, warmem Essen und Nachtisch. Natürlich "all you can eat".

Auszeit



Vielleicht hätte ich mich beim Buffet doch etwas zurückhalten sollen. Der rohe Fisch liegt etwas schwer im Magen. Zum Entspannen in den nächstgelegenen Park. Hier ist es ruhiger. Der Großstadtlärm ist aus der Entfernung zwar noch zu hören, aber nicht mehr so aufdringlich, obwohl sich am Rande des Parks die Hochhäuser bedrohlich auftürmen.

Nach Maß

Kleider machen Leute. Das gilt auch in Peking. Und mögen auch Greenpeace-Aktivisten und Walldorfschullehrer noch ohne Anzug auskommen, ist es umso schwieriger für MBA-Studenten. Wir brauchen schon bei der Eröffnungsfeier am Sonntag evening dress. Also zum Schneider, nervige Preisverhandlungen auf sich nehmen und Stoff aussuchen. Überall ist man natürlich "best friend" und kriegt einen "special price", "cheaper for you". Wir lassen uns auf 95 EUR ein, für einen Cashmere-Anzug und zwei Hemden.

Goldgräber



Am Abend dann ins SOHO-Viertel, einem hochmodernen Bürohochhaus-Park, das mit seinen schicken Bars und Restaurants etwas von Düsseldorfer Medienhafen hat. Hier hat ein Hamburger ein deutsches Restaurant aufgemacht, in dem zweitklassiges bayerisches Essen und Münchener Hofbräu angeboten wird und alle zwei Wochen der Praktikantenstammtisch der Außenhandelskammer stattfindet. Knapp 80 sind gekommen. Schon komisch in Peking unter lauter Deutschen zu sitzen. Fast alles Business-Studenten, die Motivation nach China zu gehen eine Mischung aus Lebenslauf-Optimierung, kulturellem Interesse und Goldgräberstimmung ob des chinesischen Wirtschaftswachstums. Es wird "genetworkt" und viel bayerisches Bier getrunken. Wir brauchen endlich Visitenkarten.

Dienstag, September 12, 2006

wer braucht schon ampeln



Es gibt Dinge, die glaubt man nur wenn man sie mit eigenen Augen gesehen hat. In diese Kategorie fällt definitiv auch das Verkehrsgeschehen in Peking. Alle fahren kreuz und quer, scheinbar ohne jegliche Ordnung im engeren Sinne. Verkehrszeichen und Ampeln gibt es zwar schon, sie haben aber oft allenfalls empfehlenden Charakter. Ansonsten gilt frei nach Darwin, die Stärkeren hupen und fahren einfach drauf los, die anderen müssen sich anpassen. Es gibt zwar fast überall Radwege, die werden aber auch von Autos und Fußgängern benutzt, außerdem kommen einem auf der eigenen Spur meistens noch andere Fahrräder entgegen.

Um euch einen kleinen Eindruck zu verschaffen, habe ich mich todesmutig ins Gewirr gestürzt und eine kurze Videodokumentation gedreht. Dazu muss ich sagen, dass das Videomaterial von Sonntag stammt und nicht während der Rush Hour aufgenommen wurde.

Sonntag, September 10, 2006

globale berühmtheiten

Neulich in der Verbotenen Stadt:

"Where you from?"
"We're from Germany."
"Munich?"
"No, from Cologne."
"Ah, Cologne. Podolski!!"

sightseeing

Am Wochenende war endlich Zeit, Peking auch als Tourist kennen zu lernen. Also Baedeker und Digicam geschnappt und gestern erstmal Pekings Top-Sehenswürdigkeit angeschaut: den Kaiserpalast (Verbotene Stadt). Die Palastanlage war wirklich eine Stadt in der Stadt auf 1 Mio. qm (!!), in der der Kaiser mit seinen Untertanen lebte.
Auch in der Verbotenen Stadt zeigt sich, dass China mit der Zeit geht: es gibt einen Basketball-Court und eine Starbucks-Filiale.




























Heute sind wir zum kaiserlichen Sommerpalast gefahren, mit dem Fahrrad. Nach einstündigem Umherirren wurden wir aber belohnt. Der Park in dem der Palast steht ist wirklich super schön und, wenn man sich die anderen ca. 75,687 Besucher wegdenkt, idyllisch.










Einen ruhigen Fleck habe ich in Peking immer noch nicht gefunden, überall pulsiert das Leben. Selbst wenn man kurz anhält um auf der Karte nach dem Weg zu schauen, passiert es oft, dass plötzlich jemand neben einem steht, mit dem Finger suchend über die Karte fährt, und in einer mir (noch) völlig unverständlichen Sprache den Weg erklärt. Als westlicher Tourist kann man auch leicht selbst zur Touristenattraktion werden, heute wollten sich sogar ein paar Chinesen mit uns fotografieren lassen!
Jedenfalls kann ich kaum glauben, dass ich erst knapp eine Woche hier bin. Die vielen neuen Eindrücke lassen die Zeit viel länger erscheinen. Mal sehen was die nächste Woche bringt, danach fängt die Uni an und es ist erstmal aus mit dem lockeren Touri-Leben...

Donnerstag, September 07, 2006

erster eindruck, zweiter tag

Es wird ja immer viel über den ersten Eindruck erzählt und etliche Sprichworte ranken darum. In Peking ist es gar nicht leicht diesen ersten Eindruck zu fassen. Zu beeindruckend, zu fremd und gegensätzlich sind die Bilder, die ich im Kopf habe, wenn ich an die letzten beiden Tage denke. Die Stadt erhöht den Ruhepuls, das steht fest! Niemand spricht Englisch und trotzdem reden alle mit einem, auf allen Straßen herrscht ein chaotisches und doch faszinierendes Treiben, stets musikalisch begleitet durch das reflexartige Hupen der Autofahrer, das genauso zu Peking gehört wie die unzähligen kleinen Händler in den Hutongs und leckeres Essen. Ich finde es einfach super cool hier und freue mich schon riesig auf die nächsten vier Monate!

Wir haben auch schon unsere Wohnung bezogen, im Stadtteil Haidian, der allein schon 1,75 Mio. Einwohner hat und etwa eine halbe Stunde nördlich der Innenstadt liegt. Wir wohnen im Wudaokou-Viertel, das ein bisschen mit Sülz vergleichbar ist, weil hier durch die zahllosen Universitäten viele Studenten wohnen. Nach meinem gestrigen Abstecher in die Innenstadt kann ich sagen, dass ich wirklich froh bin in einem richtigen Wohnviertel zu leben, da das Zentrum doch sehr touristisch ist. Wir haben sogar schon ein paar chinesische Nachbarn kennen gelernt.

Gestern habe ich endlich alle organisatorischen und bürokratischen Dinge hinter mich gebracht: Registrierung bei der Polizei, Einschreibung bei der Uni (nach dreimal Verfahren auf dem Uni-Gelände), SIM-Karte und Fahrrad kaufen. Danach hab ich es sogar noch geschafft, kurz am Tiananmen vorbeizuschauen (s.u.). Am Abend ging es dann ins Pekinger Nachtleben, bezeichnenderweise in den Club Propaganda...
















































[ankunft in peking, fahrradkauf, erster kontakt zu einheimischen, treiben in wudaokou, unser hutong, where i live, lost on campus, erstsemester-einführung tsinghua, meine fakultät, tiananmen]

bei den pics gilt wie immer: click to enlarge

Sonntag, September 03, 2006

bye bye cologne!

Die Spannung steigt. Heute abend um 22:20 Uhr werde ich in Frankfurt abheben und, nach kleinem Zwischenstopp in Dubai, morgen voraussichtlich um 22:00 Uhr Ortszeit erstmals chinesischen Boden betreten.

Ich bin auch auf den Emirates-Flug gespannt. Die Bewertungen bei ciao.de sind jedenfalls sehr vielversprechend.

Ich bin gerade etwas unter Zeitdruck, ich habe natürlich noch nicht gepackt. Also, macht's gut! Wir sehen uns in 4 Monaten, oder vorher hoffentlich bei skype oder so!

Freitag, September 01, 2006

südstadtdämmerung









Freitag, August 25, 2006

köln leert sich

Der Exodus aus Köln geht weiter. Nachdem ich Sebastians Abschied letzte Woche leider verpasst habe, haben wir gestern Judith nach Milano verabschiedet. Jetzt sind nur noch Niki, Katja und ich im Lande - aber nicht mehr lange.









Dienstag, August 22, 2006

"sommer"loch

Wenn es um Etikettenschwindel geht, sind die deutschen Jahreszeiten ja ganz vorne mit dabei. Alle zwei Wochen Schneematsch auf der Straße heißt in Köln schon romantisch verklärend Winter und dann gibt es diese Augusttage an denen man nachts mit Schal schlafen muss, und es garantiert fünf Minuten nachdem man das Haus verlässt, anfängt zu regnen. So war es bei der sogenannten "Sommer"akademie, aber Hallenvolleyball macht ja auch Spaß, und wir hatten sogar einen Tag so schönes Wetter, dass wir Schwimmen gehen konnten, wenn auch der See durch die vorherige mehrwöchige Eiszeit etwas unterkühlt war. Umso heißer ging es dafür abends im Partykeller zu, so dass Sommerakademie in Sachen Schlafmangel eindeutig noch vor Beratungspraktikum kommt!

Weiterhin erwähnenswert sind die Begegnung mit einer Fledermaus in den nächtlichen Schlossgewölben, der 3. Platz von Tilman und mir beim Saufspielquiz, mein erstes Weißwurstfrühstück und die Erkenntnis, dass Harvard-Professoren auch mal "we are fucked" im Abendvortrag sagen.

Eine traurige Erkenntnis aus unserer Arbeitsgruppe war, dass jährlich weltweit etwa 18 Mio. Menschen aus Armutsgründen sterben. Also helft mit gegen Armut, z.B. hier.























































[fensterblick, das schloss, volleyballturnier, fußball am see, auch mal arbeiten, august rain in salzburg, weißwurstfrühstück, "the laberclub", party-pics]

Samstag, August 05, 2006

schloss neubeuern















Morgen fahre ich für zwei Wochen zur Sommerakademie nach Bayern. Traditionell finden die Sommerakademien der Studienstiftung ja immer in ausgewiesenen Partyhochburgen statt. Nach Ftan im letzten Jahr verschlägt es mich diesmal in das kleine Dorf Neubeuern im Inntal. Das Thema verspricht aber sehr interessant zu werden: Global Justice at the Beginning of the 21st Century

Meine China-Vorbereitungen sind diese Woche einigermaßen vorangekommen, allerdings habe ich schon wieder kein einziges Mal mein Chinesisch-Buch aufgeschlagen...
Außerdem musste ich diese Woche schon meine Farewell-Tour starten, weil einige nicht mehr da sind wenn ich aus Bayern wiederkomme. Dazu ein paar Pics:


Mittwoch, August 02, 2006

countdown... noch ein monat

Wow, jetzt ist es wirklich nur noch ein Monat bis es für mich losgeht ins große unbekannte Reich der Mitte. Höchste Zeit endlich mal mein Blog einzurichten, damit ich euch auch immer mit Infos und Fotos versorgen kann. Ich hoffe ich werde mich wenigstens einigermaßen motivieren können auch regelmäßig was zu posten ;)

Bis zum Abflug ist auch noch einiges zu tun (siehe to-do-liste) und durch mein ausschweifendes Nichtstun seit den Klausuren bildet sich langsam ein erhöhtes Stresspotential, zumal ich noch zwei Wochen in unserem heißgeliebten Nachbarland Bayern verbringen werde. Hoffentlich sehe ich trotzdem alle nochmal bevor ich weg bin!